Eine Indoor-Playzone in einem Einkaufszentrum unterscheidet sich grundlegend von einem Vermietungsgeschäft oder einem eigenständigen FEC — die Auswahl der Ausstattung steht hier hinter dem Umsatzmodell und den betrieblichen Anforderungen des Centers zurück. Dies müssen das Centermanagement und angehende Betreiber klären, bevor sie einen Mietvertrag für die Fläche unterzeichnen.
Malls bieten für Indoor-Playzones in der Regel zwei Strukturen an: eine monatliche Pauschalmiete (unkomplizierter für beide Seiten, verlagert jedoch das gesamte Umsatzrisiko auf den Betreiber) oder eine umsatzabhängige Miete, teils mit einer Mindestgarantie, gekoppelt an die gemeldeten Ticket- oder Sitzungsverkäufe. Umsatzmieten werden speziell für Playzones zunehmend üblich, da das Centermanagement ein direktes Interesse daran hat, Laufkundschaft dorthin zu lenken. Ein Modell mit geteilter Gewinnsteigerung bringt diesen Anreiz besser in Einklang als eine feste Miete. Betreiber sollten vor der Vertragsunterzeichnung klären, wie „Umsatz“ definiert und geprüft wird, da Streitigkeiten über gemeldete Umsätze die häufigste Ursache für Reibereien zwischen Vermieter und Mieter in diesem Bereich sind.
Das Centermanagement bewertet einen Playzone-Vorschlag in erster Linie nach den Auswirkungen auf die Verweildauer und nicht nur nach der direkt generierten Miete — eine Familie, die 45-90 Minuten länger in einer Playzone bleibt, gibt bei diesem Besuch in der Regel auch mehr Geld in anderen Geschäften des Centers aus. Wenn Sie einem Centermanager eine Playzone präsentieren, sollten Sie vor allem mit Daten zur Verweildauer und Sekundärausgaben aus vergleichbaren Installationen überzeugen, anstatt nur die projizierten Einnahmen der Playzone zu nennen, da dieses Argument die interne Zustimmung der Leasing-Ausschüsse der Mall gewinnt.
Indoor-Installationen im Einkaufszentrum unterliegen Brandschutz- und Fluchtwegvorgaben, die bei Outdoor- oder Vermietungsanlagen nicht anfallen — wie etwa freie Gangbreiten rund um die Installation, die Einhaltung der Begehungen durch den Brandschutzbeauftragten der Mall sowie eine Geräteplatzierung, die weder Notausgänge noch Sprinkleranlagen blockiert. Diese Anforderungen werden von der Immobilie und den lokalen Brandschutzvorschriften vorgegeben, nicht durch die Sicherheitszertifizierung der Inflatable-Produkte selbst. Klären Sie diese Punkte daher vor der Finalisierung des Grundrisses mit dem Facility Management der Mall und nicht erst nach der Lieferung der Ausrüstung.
Malls verlangen im Allgemeinen dieselbe Haftpflichtdeckung und denselben Status als zusätzliche Versicherungsnehmer (Additional Insured), wie sie auch für kommunale und andere öffentlich zugängliche Veranstaltungsorte erforderlich sind. Dies wird in unserem Beschaffungsleitfaden für städtische Parks genauer erläutert — die Versicherungslogik ist dieselbe, auch wenn sich der Typ des Veranstaltungsortes unterscheidet, da es sich in beiden Fällen um stark frequentierte öffentliche Räume handelt, bei denen ein Vermieter entsprechenden Schutz fordert.

Deckenhöhe, Lärmpegel (das Centermanagement reagiert empfindlich auf Gebläselärm, der in angrenzende Verkaufsflächen abstrahlt) sowie eine wartungsarme und leicht zu reinigende Oberfläche sind in einer Mall wichtiger als im Outdoor-Verleihkontext. Soft play equipment passt hervorragend für Mall-Installationen für jüngere Kinder, da es leiser läuft als eine große Dauergebläse-Struktur und sich in die niedrigeren Deckenhöhen einfügt, die für Einzelhandelsgrundrisse typisch sind.
Einige Malls betreiben die Playzone direkt mit eigenem Personal, während andere einen spezialisierten Betreiber im Rahmen einer Umsatzbeteiligung oder eines Managementvertrags beauftragen. Ein externer Betreiber bringt bestehende Personalsysteme und Erfahrung in der Gerätewartung mit, was die betriebliche Belastung der Mall reduziert, aber eine zusätzliche Margenebene schafft. Malls ohne Vorkenntnisse im Freizeitbetrieb sollten vor Unterzeichnung eines Managementvertrags die in unserer Checkliste zur Überprüfung von Lieferanten und Betreibern beschriebene Sorgfalt anwenden.
Playzones in Malls funktionieren meist am besten auf Basis mehrjähriger Mietverträge statt kurzfristiger Vereinbarungen, da sich Ausrüstungsinvestitionen und Personalschulungen nicht von Saison zu Saison amortisieren wie bei einer saisonalen Outdoor-Attraktion. Einige Betreiber verhandeln eine saisonale Kapazitätsaufstockung — zusätzliche temporäre Geräte während der Dezember- und Sommerferienhöhepunkte — zusätzlich zu einer stabilen ganzjährigen Kerninstallation. Dies ähnelt dem Ansatz zur RFQ-Planung in unserem Leitfaden zum Verfassen einer präzisen Ausrüstungs-RFQ, hier angewendet auf eine phasenweise Indoor-Einführung statt auf eine einmalige Bestellung.
Ist eine Umsatzmiete für das Einkaufszentrum immer besser als eine Pauschalmiete?
Nicht unbedingt — eine Umsatzmiete teilt zwar die Gewinnchancen, birgt aber auch das Risiko einer schwach ausgelasteten Installation. Eine Mall, die starkes Vertrauen in die Kundenfrequenz des Standorts hat, bevorzugt möglicherweise die Planbarkeit einer festen Miete, während eine Mall, die ein neues Konzept an einem ungewissen Standort testet, häufig eine Umsatzstruktur mit einer niedrigeren Mindestgarantie vorzieht.
Wie werden die Einnahmen einer Playzone üblicherweise gemessen und geprüft?
Die meisten Vereinbarungen stützen sich auf Kassendaten aus dem Ticketsystem des Betreibers, wobei sich das Einkaufszentrum das Prüfrecht einräumt, die Transaktionsdaten regelmässig einzusehen. Die genaue Definition, welche Umsätze zählen (z. B. Laufkundschaft im Vergleich zu Geburtstagsbuchungen), sollte vor der Eröffnung im Mietvertrag festgelegt werden, nicht erst im Streitfall.
Benötigen Playzones in Malls dieselbe Zertifizierung wie gewerbliche Outdoor-Inflatables?
Ja — die Anforderungen an die strukturelle Sicherheitszertifizierung ändern sich nicht je nach Veranstaltungsort, wobei Indoor-Installationen jedoch Brandschutz- und Fluchtwegvorgaben zusätzlich zur Standardgerätezertifizierung erfordern.
Wenn Sie Ausrüstung für eine Mall-Installation evaluieren, teilen Sie unserem Team Ihre Deckenhöhe, Ihren Grundriss und die Zielaltersgruppe mit, um eine passgenaue Empfehlung zu erhalten.